Fanproteste vor 1860-Geschäftsstelle nach Zahlungsverweigerung durch Investor

Gestern Mittag wurde es ernst für den TSV 1860 München, der bis zum Nachmittag eine zweistellige Millionensumme vorweisen musste, um nach dem Abstieg die Lizenz für die dritte Liga zu erhalten. Aufgrund der verzwickten Situation zwischen dem eingetragenen Verein und dem jordanischen Investor, der in den Wochen zuvor nicht umsetzbare Forderungen an den Stammverein stellte, war weder für die Fans noch für Angestellte des Vereins klar, wie es mit den Sechz’gern weitergeht.

Als am Mittag klar wurde, dass Ismaik die Frist für eine Überweisung der geforderten Summe absichtlich verstreichen ließ, kam es vor der Geschäftsstelle an der Grünwalder Straße zu Fanprotesten. Dort trat einer der Vizepräsidenten grinsend vor die Presse und erklärte, dass man nicht direkt wüsste wie es mit dem Verein weiterginge, auf jeden Fall aber in die Viertklassigkeit abrutschen​ würde. Einige Ultras von Sechzig München stimmten daraufhin den Fangesang »Scheiß auf den Scheich, scheiß auf sein Geld« an und ließen ihrem Unmut über die Abhängigkeit eines jordanischen Machthabers freien Lauf.

Diese setzen sich seit Jahren für ein unabhängiges Sechzig ein und begrüßen den Abstieg in die vierte Liga. Dadurch sehen die »Münchner Löwen« die größte Chance einen Neuanfang beim einstigen Deutschen Meister zu erzwingen, womit man aller Wahrscheinlichkeit nach in das geliebte Grünwalder Stadion zurückkehren und den eingetragenen Verein stärken würde. Den aktiven Fans wären diese Punkte auf jeden Fall zu wünschen, auch wenn dem Verein dadurch ein ähnliches Schicksal wie anderen Traditionsvereinen aus Essen, Aachen oder Ulm droht.

Beispielfotos: siehe Instagram | Kurvennews am 3. Juni 2017

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