Erlebnisorientierte Rieder zünden – Blau-Weiße Linzer schweigen

Am Mittwochabend kam es auf der Linzer Gugl, dem größten Stadion der Stahlstadt, zum Derby in der zweiten österreichischen Liga. Gegenüber standen sich darin mit der SV Ried und FC Blau-Weiß Linz zwei oberösterreichische Vereine, die mit unterschiedlicher Motivation ins Derby gingen. Obwohl man zuletzt einen zwei-Punkte-Vorsprung verspielte, pocht die Sportvereinigung Ried auf einen Aufstieg. Bei Blau-Weiß Linz geht es hingegen um nichts mehr, was sich in teils desolaten Auftritten der Mannschaft und daraus resultierenden Niederlagen wiederspiegelte. Aus diesem Grund gaben die »Linzer Blauhelme« und »Linzer Pyromanen« als zentrale Stützen des »Stahlstadt Kollektivs« bekannt beim Saisonendspurt auf organisierten Support und die Verwendung von Tifo-Materialien zu verzichten, da es die Spieler nach »drei Spielen ohne Kampfgeist, Einsatz- und Siegeswille« nicht verdient hätten »unser Wappen auf der Brust zu tragen«.

Aus Ried reisten gut 600 Anhänger auf die Linzer Gugl, die aufgrund des Stimmungsboykotts auf der Heimseite tonangebend im mit 1.892 Zuschauern gefüllten, überwiegend leeren Rund, waren. Zu Beginn des Oberösterreich-Derbys verdeutlichten die Gästefans ihre offenbar vorhandene Affinität zu Sport und Spaß mit einer optischen Einlage. So brachten die Rieder eine Blockfahne im typischen Hooligan »H« Design mit nach Linz, die im Gästesektor hinter einem »Erlebnisorientierd«-Banner ausgebreitet wurde. Durch die kleine Anpassung am Ende hob sich auf dem großen Banner der Name der Stadt »Ried« hervor, was mit grünen Fahnen und grünen Bengalos für ein stimmiges Gesamtbild sorgte. Auch im weiteren Verlauf des Zweitliga-Duells zündeten die Ultras aus Ried um die »Supras« und »Glory Boys« – die Unterstützung aus Sion erhielten – noch etwas Pyrotechnik. Wirklich beeindruckt schienen die Profis dadurch zunächst nicht, die sich schwer gegen den Gastgeber taten und den Siegtreffer zum 0:1 erst in der zweiten Halbzeit erzielen konnten. Die SV Ried ist damit weiter im Aufstiegsrennen empfängt am morgigen Samstag die zweite Mannschaft des LASK zum entscheidenden Spiel im Innkreis, während man hofft, dass die WSG Wattens zeitgleich in Horn verliert.

Fotos: Niklas Salzburg | Kurvennews am 30.05.2019


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