»…die Treue zu Union, von damals bis heut!« Choreo in Alter Försterei

Mit einer großen Choreografie läuteten die Fans des 1.FC Union Berlin ihr heutiges Zweitliga-Spiel gegen den 1.FC Heidenheim ein. Für diese wurde die Waldseite durchgängig mit roten Banderolen geschmückt, durch die die Jahreszahlen 1968, 1993 und 2018 zum Vorschein kamen. Darüber prangte am Dach der Heimkurve ein Banner mit der Aufschrift »Ob größter Erfolg, plötzlicher Tiefpunkt oder sorglose Zeit« und ein darauf folgendes »stets da gewesen, das Kommen nie bereut…«-Banner am Zaun zum Spielfeld.

Mit den Jahreszahlen wurden verschiedene Phasen in der Vereinsgeschichte von Eisern Union beschrieben. 1968 noch der vorläufige Höhepunkt mit dem Gewinn des FDGB-Pokals, fand sich der 1.FC Union Berlin Anfang bis Mitte der Neunziger Jahre in der zu diesem Zeitpunkt drittklassigen NOFV-Oberliga wieder, in der man trotz vergleichsweise magerem Zuschauerschnitt am Saisonende Tabellenerster wurde, jedoch die Lizenz für die zweite Liga verweigert bekam. Die aktuelle Phase im Jahr 2018 scheinen die aktiven Fans von Eisern Union als »sorglose Zeit« zu betrachten und dürften damit auch gegen die insgeheimen Aufstiegsambitionen bzw. -wünsche des Klubs entgegen rudern. Garniert wurde die Einlage durch das Hochziehen von drei zu den jeweiligen Jahren passend gestalteten Eintrittskarten und dem Auswechseln des unteren Banners. So hieß es am Ende in voller Länge: »Ob größter Erfolg, plötzlicher Tiefpunkt oder sorglose Zeit – stets da gewesen, das Kommen nie bereut… die Treue zu Union, von damals bis heut!«

Auf dem Rasen der Alten Försterei gab es gleich mehrere Aufreger und so verwehrte der Schiedsrichter den Gastgebern nach nur wenigen Minuten einen recht eindeutigen Elfmeter. Im weiteren Verlauf der Partie wussten die Köpenicker durch gutes Stellungsspiel taktisch klug zu agieren, strahlten jedoch offensiv keine größere Gefahr aus. In der 56. Spielminute waren es dann die Gäste von der Alb, die ihren 1.FC Heidenheim mit 1:0 in Führung brachten. Aus diesem Grund glaubten mit zunehmender Spieldauer nur noch wenige Heimfans an einen Zähler, wurden jedoch von dem mittlerweile aufgerückten Torhüter Gikiewicz eines Besseren belehrt, der nach einem Standard und einer Verlängerung durch einen Mitspieler in der 94. Minute per Kopf zum 1:1 ausgleichen konnte. Die Choreografie auf der Waldseite und den überraschenden Ausgleichstreffer durch den Schlussmann von Eisern Union sahen 20.108 Zuschauer, eine knapp dreistellige Zahl davon fand sich im Gästeblock ein.

Foto: Instagram | Kurvennews am 07.10.2018

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