DFB-Gesänge & »Skandal« beim Länderspiel

Gestern Abend kam es in der Eden Aréna und Heimspielstätte von Slavia Prag zum WM-Qualifikationsspiel zwischen Tschechien und Deutschland. Auch wenn das Länderspiel bei weitem nicht ausverkauft war, fuhren einige deutsche Schlachtenbummler in die tschechische Hauptstadt und machten dort gleich zu Beginn auf sich aufmerksam.

Während einer Schweigeminute für zwei verstorbene Nationalspieler Tschechiens kam es zu »Scheiß DFB« Gesängen, die in den vergangenen Wochen bereits zuhaus in den Stadien zu hören waren. Außerdem wurde etwas Pyro abgebrannt, was ein seltenes Bild bei deutschen Länderspielen darstellte, die nicht von einem organisierten Support unterstützt wurden.

Nach dem 2:1 Sieg verzichtete die deutsche Nationalmannschaft auf einen Gang in die Kurve, da zuvor offenbar rechten Parolen aus dem Gästebereich zu vernehmen waren. Das berichtete zumindest Stürmer Brandt und Abwehrspieler sowie Siegtorschütze Hummels fügte hinzu »Das sind keine Fans, das sind Hooligans. Diese Leute machen den Fußball selbst kaputt und machen das wissentlich. Deshalb muss man einfach schauen, dass man sie aus dem Stadion rauskriegt«.

Auch Timo Werner bekam erneut sein Fett weg, indem er wie auch in der Vergangenheit mehrmals als »Hurenšohn« beschimpft wurde. Werner gilt vor allem nach seiner Schwalbe beim Spiel gegen Schalke als Feindbild vieler Traditionalisten, das sich erst nach seinem Wechsel zum umstrittenen Klub RB Leipzig entwickelt hat. Die Rufe sollen bevorzugt aus dem Block neben dem Gästeblock gekommen sein, wodurch die Fans keine Karten über den Deutschen-Fußball-Bund beziehen mussten.

Fotos: Vojtari, Josef Rabel | Kurvennews am 2. September 2017

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.