»Der Verein geht zugrunde«

Am vergangenen Wochenende spielte der FC Rot-Weiß Erfurt im heimischen Steigerwaldstadion gegen die Sportfreunde Lotte. Begleitet wurde der Spieltag in der thüringischen Landeshauptstadt durch Fanproteste gegen die andauernde Unruhe bei den Rot-Weißen, die mit der Posse um die Entlassung von Präsident Rombach ihren unrühmlichen Höhepunkt fand.

Nachdem bekannt geworden war, dass der FC RWE mit über 6,5 Millionen Euro verschuldet ist, wurde der langjährige Präsident Anfang November vom Aufsichtsrat aus seinem Amt entlassen. Zuvor lieferte er sich mit diesem öffentlich ausgetragene Streitigkeiten, wodurch das Image des Klubs nicht gerade verbessert wurde. Die »Erfordia Ultras« taten nun ihre Meinung kund, die klar und deutlich auf einem Banner vor der Fankurve zu lesen war. Dazu wurde die erste Viertelstunde geschwiegen, um den Verantwortlichen des eigenen Vereins zu symbolisieren, dass endlich Ruhe einkehren müsse.

Wirklich Ruhe kehrte nach der 2:3 Heimniederlage allerdings nicht ein. Noch immer ist ungeklärt, wie das große finanzielle Loch überhaupt entstehen konnte, dass zunächst auf ebenfalls stolze 5,2 Millionen Euro beziffert wurde. Der FC Rot-Weiß Erfurt belegt übrigens nach wie vor den letzten Tabellenplatz der dritten Liga, wodurch erste Anzeichen eines »sinkenden Schiffs« aufkommen. Ob ein möglicher Kapitän das Ruder bei den Rot-Weißen noch einmal umreißen kann, bleibt aufgrund der prekären Lage im und um den Verein abzuwarten. Etwas Geld spülte zumindest ein Testspiel gegen Dynamo Dresden an diesem Wochenende in die Kassen, dem immerhin 1.900 Zuschauer beiwohnten.

Fotos: erfordia-ultras.de | Kurvennews am 12. November 2017

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