Choreografie zum 900. Jubiläum der Stadt Zwickau

Die Fans des FSV Zwickau präsentierten am vergangenen Wochenende eine dreiteilige Choreografie zu Ehren des 900. Jubiläums der Stadt Zwickau, die im Jahre 1118 erstmals unter dem Namen »territorium Zcwickaw« erwähnt wurde. Mit den Worten »Bleib so wie du bist – alles Gute Zwickau« wurden zunächst rote Papptafeln hochgehalten, die anschließend durch weiße ersetzt wurden, zwischen denen kurz darauf wiederum eine »900« durch rote Papptafeln hervorgehoben wurden. Am Zaun des Fanblocks waren außerdem ein Künstler mit rauchender Pfeife und der bekannte frühere Komponist Robert Schuhmann als Vorsänger zu sehen.

Die rund 400 anwesenden Anhänger des Karlsruher SC machten sich im Stadion Zwickau mit einem »Fussball am Samstag und ohne Bullen – wäre auch zu schön gewesen! Danke DFB!« Spruchband bemerkbar. Damit spielten die Ultras des KSC auf die Verlegung der Drittliga-Begegnung auf den vergangenen Montagabend an, die eigentlich hätte am Samstagmittag stattfinden sollen. Grund für die Spielverlegung war eine Großdemonstration über das gesamte Wochenende, weshalb nicht genügend Einsatzkräfte der Polizei Sachsen bereitgestanden hätten. Die Demonstration hatte sich als Gegenpart zu einem Festival angekündigt, bei dem sich über 1.000 Rechte und Neonazis in der beschaulichen Ortschaft Ostritz an der polnischen Grenze zusammenfanden.

Die Schuld an der Verschiebung auf den fanunfreundlichen Montag sieht die Karlsruher Ultràgruppe »Phönix Sons« bei mehreren Beteiligten, die auf einem »Montagsspiel – wer trägt die Schuld? Bullenwahn und Führerkult! Danke DFB!« Spruchband vor zwei Wochen klar definiert wurden. Veranstaltet wurde das Rechtsrock-Event im Übrigen rund 220 Kilometer von Zwickau entfernt. In Westsachsen trennten sich beide Mannschaften vor knapp 5.000 Zuschauern mit einem 2:4 für den KSC, der damit weiterhin auf einem Relegationsplatz zur zweiten Liga steht.

Fotos: Axel Schmidt Instagram | Kurvennews am 26.04.2018

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