Chemnitzer FC stellt Insolvenzantrag & steht als Absteiger fest

Trotz zweier Gruppenauflösungen im vergangenen Jahr, gehört die Anhängerschaft des Chemnitzer FC zu den etabliertesten Fanszenen der 3. Liga und ganz Ostdeutschlands. Nun stellte sich für diese am heutigen Dienstag heraus, dass man kommende Saison wohl nicht mehr nach Rostock oder Münster, sondern stattdessen nach Meuselwitz oder Fürstenwalde reisen wird. Aufgrund eines heute eingereichten Insolvenzantrags werden den Himmelblauen automatisch neun Punkte abgezogen. Aufgrund der bisherigen nur sehr mäßigen Punkteausbeute bedeutet das den direkten Abstieg in die Regionalliga Nordost.

Über längeren Zeitraum schleppte der Chemnitzer FC hohe Verbindlichkeiten mit sich herum, die über mehrere Monate trotz den hohen Einnahmen aus dem DFB-Pokal-Spiel gegen Bayern München nicht abgestottert werden konnten und sich dementsprechend anhäuften. Beziffert werden diese auf rund 2,5 Millionen Euro – eine stolze Summe angesichts der zusätzlichen hohen Kosten im laufenden Spielbetrieb. Die Entscheidung verkündete der Verein heute gegenüber der Presse und all seinen Mitgliedern und bittet diese trotz des sportlichen Abstiegs um Treue.

Mit der Attraktivität der 3. Liga ist die Regionalliga Nordost definitiv nicht zu vergleichen, auch wenn angesehene Fanszenen wie die von Lokomotive Leipzig, Babelsberg 03, der BSG Chemie oder die des BFC Dynamo auf den CFC warten werden. Ebenso wird man aller Voraussicht nach auf den FC Rot-Weiß Erfurt treffen, die sich sportlich, wie auch wirtschaftlich ebenso im freien Fall befinden und als erster Absteiger aus der 3. Liga feststanden. Bleibt beiden Traditionsklubs nur zu wünschen, dass aus Gründen der Insolvenz nicht gar der Gang in die fünftklassige Oberliga angetreten werden muss und sich so schnell wie möglich in den Profifußball zurück gekämpft werden kann.

Fotos: sachseninformer.de | Kurvennews am 10.04.2018

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.