Chemnitzer Fans geraten mit bayrischer Polizei aneinander

Am Samstagmittag kam es im Vorort Münchens zur Drittliga-Begegnung zwischen der Spvgg Unterhaching und dem Chemnitzer FC. Rund 200 Gästefans begleiteten die Himmelblauen in die bayrische Landeshauptstadt​, wovon einige per Zug anreisten. Bereits kurz nach der Ankunft soll es zu einer übertriebenen Personenkontrolle durch die bayrische Polizei gekommen sein, die ihrerseits mit rechtsradikalen Gesängen argumentiert.

Die »Fanszene Chemnitz« berichtet in einer Stellungnahme zu den Vorfällen, dass bereits bei Ankunft eine hohe Grundaggressivität seitens der Beamten zu spüren gewesen sei. Im Stadion kam es desweiteren zu ruppigen Abnahmen von Fahnen, wofür laut den Ultras des CFC kein triftiger Grund vorlag. Infolgedessen kam es zu Provokationen und Rangeleien, denen die bayrische Polizei mit unverhältnismäßigen Fußtritten, Pfefferspray und Schlägen mit dem Schlagstock entgegnete.

Insgesamt kam es zu elf Festnahmen durch die Polizei, die vor allem die Ultràszene des CFC betraf. Außerdem sollen Frauen und Kinder teilweise verletzt und rücksichtslos behandelt worden sein, was große Fragen bezüglich einem verhältnismäßigen und begründbaren Polizeieinsatz aufwirft. Allgemein ist die Polizei Bayern und insbesondere das USK bereits durch massive Polizeigewalt aufgefallen, von der neben Fußballfans auch normale Bürger betroffen waren.

Im Gästeblock des Hachinger Sportpark war im Übrigen nur die Zaunfahne der Gruppe »Contra Cultura« zu sehen. Die im Gästeblock anwesenden Anhänger der Himmelblauen sahen darüber hinaus bei schweißtreibenden Temperaturen eine 2:4 Niederlage gegen den Aufsteiger, der 3.000 Zuschauer im eigenen kleinen Stadion empfangen durfte.

Fotos: cfc-fotos.de | Kurvennews am 28. August 2017

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