BVB-Ultras greifen Wolfsburger Fans in Porta Westfalica an

Am heutigen Samstagvormittag soll es zu einem Angriff von Borussia Dortmund Ultras auf den nach Gelsenkirchen reisenden Zugfahrerhaufen der Fanszene Wolfsburg gekommen sein. Rund 200 BVB-Fans, laut Bundespolizei vorrangig Mitglieder der Ultràgruppen »The Unity« und »Desperados Dortmund«, verließen den Zug zum Auswärtsspiel bei Hannover 96 bereits in Porta Westfalica – einer Stadt die geographisch grob in der Mitte zwischen Dortmund und Wolfsburg liegt.

Grund für das Verlassen des Zuges soll ein geplanter Angriff auf Wolfsburger Ultras gewesen sein, die mit rund 300 Leuten in Regionalbahnen zum Auswärtsspiel bei Schalke 04 fuhren. Begleitet wurden die Wölfe dabei überraschenderweise von Polizeibeamten, die mit dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray eine größere Auseinandersetzung am Bahnhof in Porta Westfalica verhindert haben sollen. Zwar fuhren beide Ultràszenen in getrennte Richtungen weiter, für die beteiligten BVB-Fans endete der Spieltag aber bereits kurz nach Ankunft im Hauptbahnhof Hannover. Dort wurde der Mob kontrolliert und anschließend ohne das Niedersachsenstadion auch nur von außen gesehen zu haben wieder nachhause geschickt.

Ende August präsentierte »The Unity« eine geklaute Zaunfahne der alten Wolfsburger Fangruppe »Commando Ultra«, woraufhin einige Ultras der »Nordkurve Wolfsburg« den Gästeblock in der eigenen Arena angriffen. Im Zuge dieses Angriffs gelang es einem Wolfsburger ein Teil der »The Unity« Zaunfahne abzureißen, weshalb es gut möglich ist, dass der heutige Vorfall als Rache für die Rache geplant wurde. Die Fanszene des VfL Wolfsburg durfte das Spiel auf Schalke übrigens besuchen und sah dort ein Unentschieden in letzter Minute. Zurück begleitet wurden die BVB-Fans übrigens von einer Polizeistaffel, die unverständlicherweise per Hubschrauber aus Nordbayern eingeflogen werden musste.

Symbolfotos: the-unity.de, Kurvennews | Kurvennews am 28. Oktober 2017

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.