Braunschweiger Ultras nach Blocksperrung im Gästeblock

Bei der gestrigen Zweitligapartie zwischen Eintracht Braunschweig und dem 1.FC Heidenheim musste Block 9, in dem die aktive Braunschweiger Fanszene beheimatet ist, geschlossen bleiben. Der Deutsche-Fußball-Bund veranlasste dies aufgrund dreier Vorfälle. Neben einem versuchten Sturm in das Niedersachsenstadion beim Derby in Hannover, flossen eine Pyroshow in Wolfsburg sowie ein Böllerwurf und Platzsturm beim Relegations-Rückspiel mit in die Strafe ein.

Rund 70 Ultras von Eintracht Braunschweig wichen entgegen vorheriger Vermutungen allerdings nicht in einen anderen Block in der Südkurve des Eintracht-Stadions aus, sondern ließen sich auf den Sitzplätzen im Gästeblock nieder. Möglich soll dies durch eine vorherige Absprache mit Heidenheimer Ultras geworden sein, die dem verbliebenen Rest der durch Stadionverbote stark gebeutelten Braunschweiger Ultràszene Karten für den Gästebereich organisierte.

Polizei, Zivilbeamte und Ordner waren von dieser Lösung stark überrascht und positionierten sich daraufhin ebenfalls im Gästeblock. Die Ultras ließen sie allerdings gewähren, da beide Fanlager keine Anstalten auf mögliche Auseinandersetzungen machten. Ganz im Gegenteil stiegen beide Fanszenen in gemeinsame Gesänge gegen den DFB ein und kritisierten die Vergabe von Stadionverboten. Von diesen ist vor allem die Fanszene des BTSV stark betroffen, die neben den bereits 180 ausgesprochenen Verboten, laut »Regionalsport« 40 weitere in Kürze erwarten darf.

Fotos: Siehe Instagram | Kurvennews am 6. August 2017

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