Bornheimer Ultràgruppe Senseless Crew gibt Auflösung bekannt

Zu Oberliga-Zeiten gründete sich 2002 mit der »Senseless Crew« die erste Ultrà-Gruppierung beim FSV Frankfurt, die seitdem einen turbulenten und keineswegs einfachen Werdegang zu verzeichnen hatte. Jene Gruppe, die vor zwei Jahren noch das 15 jährige Jubiläum mit einer Choreografie und Pyroshow feierte (Beitrag dazu hier), löste sich nun nach 17 Jahren des Bestehens auf.

Bezüglich einer Erklärung zur eigenen Auflösung hielt sich die Gruppe mit den Worten »Hiermit löst sich die Senseless Crew 2002 auf. Wir danken unseren Freunden und Wegbegleitern für 17 Jahre« weitgehend bedeckt. In den vergangenen Jahren vollzog sich innerhalb der überschaubaren Bornheimer Ultràszene ein größerer Wandel, welcher mit der »Armada 385« und den »Pugnatores« zwei Ultràgruppen hervorbrachte. Letztere wurde überdies 2011 von einem Teil der einstigen Führungsriege der »Senseless Crew« gegründet, was die 2002 gegründete Ultràgruppe durchaus geschwächt haben dürfte.

Allgemein war der Verlauf der »Senseless Crew« über all die Jahre von turbulenten Phasen geprägt. Nicht selten wurde mit teils schmerzhaften Repressionen durch die Polizei versucht die Gruppe zu drangsalieren oder sich innerhalb der Anhängerschaft des FSV Frankfurt gegen die Ultràgruppe aufgelehnt, so dass diese mit zeitweilig sehr verhärteten Interessenskonflikten und Meinungsverschiedenheiten zu kämpfen hatte. Zumindest die Ultràszene, bestehend aus »Senseless Crew«, »Pugnatores Ultras« und der »Armada 385«, legte diverse Meinungsverschiedenheiten und Differenzen im August 2017 ad acta und beschloss den Fußballsportverein fortan gemeinsam aus Block 385 nach vorne zu tragen.

Unterstützt wurde die »Senseless Crew« in all den Jahren von Ultras der »Horda Azzuro« aus Jena. Zu diesen pflegte man seit geraumer Zeit freundschaftliche Kontakte, die wenige Jahre nach der Gruppengründung offiziell gemacht wurden. Bis heute hält die Freundschaft zwischen der führenden Ultràgruppe des FC Carl Zeiss Jena und der Bornheimer Ultràszene an. Etwas eingeschlafen scheint hingegen der freundschaftliche Kontakt den man früher zu Anhängern des 1.FC Hanau pflegte. Zu den Ultras der Frankfurter Eintracht soll man indes immer ein neutrales Verhältnis gepflegt haben, welches aufgrund unterschiedlicher Ligazugehörigkeit und Dimensionen nie sonderlich groß auf die Probe gestellt worden sein soll.

Foto: Anzzo Photography | Kurvennews am 27.05.2019



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