Bochumer Ultras demonstrieren gegen Ausgliederung

Nach dem Heimspiel des VfL Bochum gegen den 1.FC Heidenheim am vergangenen Sonntag trafen sich einige Bochumer Fans an der Tankstelle gegenüber des Ruhrstadions. Von dort aus zogen die Bochumer Ultras geschlossen hinter zusammen genähten Stoffschals mit der Aufschrift »Echt VfL« die Castroper Straße entlang und demonstrierten gegen eine geplante Ausgliederung der Profimannschaft.

Auf dem Schalbanner waren die Buchstaben »E« und »V« hervorgehoben, die für den »eingetragen Verein« stehen sollten, zu dem die Zweitligamannschaft des VfL Bochum 1848 aktuell noch gehört. Auf den mitgeführten Protestschildern waren Sätze wie »Nein zur Ausgliederung«, »Verein für Leibesübungen«, »der VfL ist kein Investitionsobjekt« oder »e.V. erhalten« zu lesen, womit die Haltung der aktiven Fanszene gegenüber den Plänen deutlich wurde.

Bislang gab es zwei Infoveranstaltung zu einer möglichen und vom Verein beabsichtigten Ausgliederung der VfL-Profimannschaft. Ebenso eine Diskussionsrunde an der auch die Bochumer Ultras mit ihrer Kampagne »echt VfL« teilnahmen. Mit einer Ausgliederung, wahrscheinlich in eine Spielbetriebs-GmbH, erhoffen sich die Verantwortlichen im Verein eine Rückkehr zu den glorreichen Zeiten und baldigen Bundesliga-Fußball an der Castroper Straße.

Neben vor allem wirtschaftlichen Pro-Argumenten für eine Ausgliederung, birgt diese auch erhebliche Risiken. Neben einer geringeren Einflussnahme durch bisherige Vereinsmitglieder, ist ein sportlicher Erfolg nicht automatisch garantiert. Dagegen wird Unternehmen und Einzelpersonen die Möglichkeit gegeben verstärkt in den Klub zu investieren, was im schlimmsten Fall in einem völligen Identitätsverlust und Ausverkauf von eigenen Werten enden kann. Die endgültige Entscheidung bezüglich einer Ausgliederung fällt bei der nächsten Jahreshauptversammlung des VfL Bochum 1848 e.V.

Fotos: photomafia-bochum.blogspot.de | Kurvennews am 19. September 2017

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