Bayern-Fans protestierten mit Geldscheinen gegen übertriebene Eintrittspreise

100 Euro musste ein Fan des FC Bayern München für ein Ticket beim Champions-League-Auswärtsspiel beim RSC Anderlecht hinlegen, um das Spiel im Inneren des Constant Vanden Stock Stadions zu sehen. Für die Ultras der »Schickeria« war das nach der Kritik bei vergangenen Europapokal-Spielen in London oder Paris die Spitze des Eisbergs, weshalb sich die Gruppe dazu entschloss dem Stadion im Brüsseler Vorort fernzubleiben.

Die restlichen Fans und ultràorientierten Fangruppen trugen den Protest dagegen ins Stadion und protestierten darin mit Bannern gegen die unverschämten Kartenpreise. Dazu wurden bei einem Eckball vor der Gästekurve unzählige Scheine Falschgeld aufs Spielfeld geworfen, woraufhin die Partie für einen kurzen Augenblick unterbrochen wurde und man es dadurch schaffte öffentlichkeitswirksam auf die erhöhten Preise aufmerksam zu machen.

Besonders zu kritisieren sind die Kartenpreise in Höhe von einhundert Euro vor allem aufgrund der Differenz mit den Preisen für Heimfans. So legte die UEFA fest, dass Karten der gleichen Kategorie stets auch nur das gleiche kosten dürfen, was für Heim- und Gästebereich gleichermaßen gilt. Zwar beteiligte sich der FC Bayern mit 30 Euro pro Karte an den absurden Preisen, wirklich zufriedenstellen dürfte das allerdings keinen Anhänger des Rekordmeisters. Bereits beim vergangenen Heimspiel machte die Fangruppe »Munich’s Red Pride« auf die Zustände aufmerksam und fordert, dass Fans nicht mehr wie eine Melkkuh behandelt werden. Die Kartenpreise für die Champions-League sollen außerdem Thema auf der heutigen Jahreshauptversammlung des FC Bayern Münchens sein.

Fotos: theawayfans, footxfootball | Kurvennews am 24. November 2017

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