Attraktive Gegner für deutsche und schweizer Champions-League-Teilnehmer

Am gestrigen Donnerstag wurden in Monaco die Gruppen der Champions-League-Saison 2018/19 ausgelost. Mit dem FC Bayern München, FC Schalke 04, Borussia Dortmund und der TSG Hoffenheim sind gleich vier deutsche Mannschaften in der Königsklasse vertreten, während aus der Schweiz immerhin der amteriende Meister BSC Young Boys ins Rennen geht. Aus Österreich hat es hingegen kein Klub in die Gruppenphase der UEFA Champions League geschafft. RB Salzburg schied in der heimischen Arena gegen Roter Stern Belgrad, den über 9.000 Serben nach Österreich begleitet hatten und den ersten Champions-League-Einzug der Geschichte mit einem Platzsturm nach Spielende feierten. Red Bull Salzburg verpasste die Königsklasse hingegen zum nun elften Mal in Folge, worüber zahlreiche Fußballfans freuten.

Zurück zu den deutschen Vereinen, die allesamt spannende und durchaus attraktive Gegner zugelost bekamen. Borussia Dortmund wurde beispielsweise zu Atlético Madrid, AS Monaco und Club Brügge in Gruppe A gelost. Während Atlético Madrid wohl als der stärkste Gegner der Gruppe gilt, könnte dieser ein gutes Omen für den BVB sein. Sowohl in den Jahren 1966 und 1997 trafen die Schwarzgelben auf den ursprünglichen Arbeiterklub Madrids und konnten anschließend in beiden Jahren den Europapokal gewinnen.

Der FC Brügge ist dem BVB hingegen in eher schlechter Erinnerung geblieben. Das letzte Pflichtspiel-Duell geht auf das Jahr 2003 zurück, als Borussia Dortmund in der Qualifikation zur Champions League an dem belgischen Klub scheiterte. Unter anderem aufgrund der dadurch verpassten Einnahmen stürzte der BVB kurz darauf in eine schwerwiegende finanzielle Krise. Mit AS Monaco verbindet man ebenfalls eher schlechte Erinnerungen. So zog man im vergangenen Jahr im Champions-League-Viertelfinale den Kürzeren, was angesichts eines Bombenanschlags außerhalb des Stadions jedoch in den Hintergrund rückte.

In Gruppe D darf sich der FC Schalke 04 mit Galatasaray Istanbul, dem FC Porto und Lokomotive Moskau messen. Bei letzterem Klub treffen die Königsblauen auf ihren alten, langjährigen Kapitän Benedikt Höwedes, der beim Pokalspiel in Schweinfurt noch von den »Ultras Gelsenkirchen« mit einem Spruchband verabschiedet wurde (Beitrag dazu hier). Sowohl die russische Metropole Moskau, als auch die türkische Metropole Istanbul stellen zwei attraktive Reiseziele dar, wenngleich den FC Schalke nach Moskau wohl nicht ganz so viele Fans wie nach Portugal oder in die Türkei begleiten werden. Beim Spiel von Galatasaray auf Schalke, dürfen sich die Knappen wohl auf einen ausverkauften Gästebereich freuen, der überwiegend von Deutschtürken bevölkert werden wird.

Die Fans vom FC Bayern dürfen sich mit Ajax Amsterdam, Benfica Lissabon und AEK Athen auf machbare Gegner auf dem Platz und auch interessante  Reiseziele freuen. Bereits vor der Auslosung waren alle Champions League Heimspiele des FC Bayern restlos ausverkauft. Auch auswärts dürfte das Kontingent insbesondere in Amsterdam und Lissabon schnell vergriffen sein.

Die TSG Hoffenheim spielt ihre erste Premieren-Saison in der Champions League und hat unter Berücksichtigung der weiten Anreise mit Shaktar Donezk ein eher undankbares Los gezogen. Ausgetragen wird das Auswärtsspiel aufgrund der problematischen Zustände in der Ostukraine in Charkiw, einer ukrainischen Millionenstadt unweit der russischen Grenze. Die weiteren Gegner fallen mit Manchester City und Olympique Lyon hingegen recht attraktiv aus.

Den schweizer Meister aus Bern hat es mit Juventus Turin Manchester United und FC Valencia unfreiwillig in eine sportliche Hammer-Gruppe verschlagen. Aus Fansicht sind die Reiseziele dennoch sehr attraktiv und bieten von einem Ausflug auf die britischen Insel, über ein Gastspiel im Estadio Mestalla mit sich anbietendem Besuch des Mittelmeerstrands, hin zu einem Auftritt im vergleichsweise nahe gelegenen Turin genügend Abwechslung. Dass sich die Berner auf die Königsklasse freuen, bewiesen die Fans der Young Boys bereits mit guten Auftritten in der Qualifikationsphase.

Fotos: suüdtribüne-dortmund.de, uefa.com | Kurvennews am 31.08.2018

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