Zwei Choreografien nach Fast-Einigung bei Südkurve-Debatte

Viele Monate, etliche Gespräche und gar eine Crowdfunding-Kampagne mussten vergehen, ehe sich die Polizei zu einer zumindest für die Jenaer Ultràszene zufriedenstellenden Lösung in der großen Streitfrage »Südkurve« durchringen ließ. Seit Jahren ist diese der angestammte Platz für die aktive Fanszene rund um die Ultras der »Horda Azzurro«, die bei einem anvisierten Neubau des Ernst-Abbe-Sportfeldes nicht wie gefordert auf die Nordseite wechseln möchte.

Ende der Woche berieten sich die verschiedenen Parteien erneut und einigten sich auf einen Verbleib der Südkurve als Fankurve, was mithilfe eines neuen Anfahrtsweg zum Gästeblock möglich gemacht werden soll. So wird ein neuer Tunnel für die Gästefans in die Planungen mit einbezogen, der aus Sicht der Polizei das Konfliktpotenzial eindämmen würde. Allerdings muss dieses Vorhaben von einem möglichen Investor für die geplante Arena akzeptiert werden, wobei dies bei insgesamt berechneten Kosten von ca. 53 Millionen Euro nicht allzu schwer ins Gewicht fallen dürfte.

Gefeiert wurde diese Entscheidung von den Fans des FC Carl Zeiss Jena beim gestrigen Heimspiel gegen den Karlsruher SC mit einer zweiteiligen Choreografie. Neben Banderolen und Luftballons in den Vereinsfarben wurde mit großen Bannern ein direkter Bezug zu der langwierigen Debatte hergestellt, an dessen Ende die »Südkurve Jena die einzige Möglichkeit bleibt«. Im unmittelbar daneben gelegenen Gästeblock läuteten die rund 800 mitgereisten KSC-Fans das Drittligaspiel mit einer Luftballon-Aktion in Blau und Weiß ein. Die Partie endete vor 4.478 Zuschauern mit einem torlosen Unentschieden.

Fotos: Instagram Jenenser_fk | Kurvennews am 11. Dezember 2017

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