»50+1 Regel« bleibt bestehen!

Das große und über Monate andauernde Engagement zahlreicher Fanszenen hat sich ausgezahlt – die »50+1 Regel« bleibt in ihrer jetzigen Form bestehen! Das entschieden die Verantwortlichen der Bundesliga-Klubs am heutigen Donnerstag bei einer Versammlung in Frankfurt am Main. Dem vorausgegangen war eine kontroverse Diskussion, ob Investoren zukünftig die Tür hinsichtlich eines Einstiegs bei einem Verein noch weiter geöffnet werden soll oder nicht. Der FC St. Pauli hatte dazu einen Antrag eingebracht, dem die Deutsche Fußball Liga heute zustimmte, obwohl sich zuvor noch dahingehend geäußert wurde, dass während der Mitgliederversammlung am 22. März keine Entscheidung getroffen werden solle.

Vor Beginn der Versammlung übergaben Initiatoren von »50plus1bleibt« ein meterlanges Papier, auf dem sich insgesamt über 3.000 Ultràgruppen und Fanclubs für den Erhalt der wichtigen Regel aussprachen. Neben allen relevanten Gruppierungen unterstützten auch unzählige weitere Fanclubs die Forderung, wodurch der Liga klar geworden sein dürfte, dass die Basis des Fußballs nach wie vor aus den Vereinsmitgliedern besteht. Zuletzt bewegte sich der Fußball am Rande der absoluten Kommerzialisierung, die Fußballfans zunehmend vergrault hatte. Zwar ist es aus wirtschaftlicher Sichtweise durchaus nachvollziehbar, dass die Bundesliga attraktiv bleiben möchte – auf Kosten der Fans als Basis und mit einer Zerstörung des Kulturguts Fußball ist dies nachhaltig allerdings nicht zu erreichen. Auch wenn die bestehende Form alles andere als prächtig ist und Investoren nach wie vor großes Mitspracherecht besitzen, kann doch etwas aufgeatmet werden und der Fußball noch als ein solcher betrachtet werden.

Symbolfotos: Matthias Scharf, muenchnerloewen.de, ultra1894.de | Kurvennews am 22. März 2018

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.