298 Betretungsverbote für BVB-Ultras

Am Freitag, den 17. November wird Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart im Neckarstadion gastieren. Da sich beide Fanszenen ablehnend gegenüber stehen, standen bisherige Aufeinandertreffen immer unter einer besonderen Polizeipräsenz. Nun reagiert die Stadt Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Polizei und versucht mit einer äußerst fragwürdigen Methode einen Großteil der Dortmunder Ultràszene vom Stadion fernzuhalten.

Exakt 298 Betretungsverbote, die das gesamte Stadionumfeld umfassen, soll die Fanszene des BVB erhalten haben, die für den ganzen Freitag gelten. Hintergrund dieser Aufenthaltsverbote für das Stadion soll eine kurze Auseinandersetzung zwischen Dortmunder und Stuttgarter Ultras im vergangenen Jahr gewesen sein. Damals beharrten die BVB-Ultras auf ihr Recht der Reisefreiheit und verzichteten auf die von der Polizei empfohlenen Anreisewege.

The Unity«, »Jubos» und die »Desperados« fuhren damals bis kurz vor Stuttgart, ehe eine S-Bahn zur Weiterfahrt nach Bad Cannstatt gewählt wurde. Am dortigen Bahnhof soll es dann zu Tumulten mit der Polizei gekommen sein, in Zuge dessen alle Beteiligten kontrolliert und nicht ins Neckarstadion gelassen wurden. Eben jene Beteiligte wurden nun mit einem Stadionverbot für das Spiel belegt. Übrigens dürfen sich auch 14 Fans des VfB Stuttgart nicht im Bereich des Neckarstadions aufhalten, die wegen wiederholter Auffälligkeiten vom Ordnungsamt ebenfalls ein Aufenthaltsverbot für die Bundesligapartie aufgebrummt bekamen.

Wie die aktive Dortmunder Fanszene auf die Betretungsverbote reagieren wird, bleibt abzuwarten. Gut möglich ist ein Spielbesuch der zweiten Mannschaft, die am gleichen Abend bei Rot-Weiss Essen an der Hafenstraße gastieren wird. Alternativ könnte ein spontaner Besuch der Stadt Stuttgart die örtlichen Behörden durcheinander bringen, die sich im Anschluss fragen müssten, inwieweit die im Vorfeld ausgesprochenen Betretungsverbote ihren Zweck erfüllt haben.

Symbolfoto: Südtribüne Dortmund | Kurvennews am 10. November 2017

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