200 Dynamofans durften Duisburger Wedaustadion nicht betreten

Bereits im Vorfeld kündigte die Polizei hinsichtlich der heutigen Zweitliga-Begegnung zwischen dem MSV Duisburg und Dynamo Dresden an mit einem hohen Aufgebot an Einsatzkräften präsent sein zu wollen. Dem war dann unter anderem mit einem Wasserwerfern und zahlreichen Polizeibeamten auch so, die rund eine Stunde vor Spielbeginn einen größeren Einsatz gegen 150 bis 200 Gästefans fuhren.

Laut einer Sprecherin der Polizei NRW sollen die Dynamofans versucht haben sich den Körper- und Taschenkontrollen des Ordnungsdienstes am Gästeeingang zu entziehen, woraus die eingesetzten Beamten offenbar einen versuchten Eingangssturm interpretierten. Die Polizei versuchte den vermeintlichen Versuch zu unterbinden und setzte nach eigener Aussage Pfefferspray und Schlagstöcke gegen die Gästefans ein. Anschließend wurden rund 200 Personen festgehalten und die Personalien eines jeden einzelnen Anhängers überprüft. Unter den Festgesetzten befanden sich auch die »Ultras Dynamo«, denen ebenso wie den restlichen überprüften Fans der Gang ins Wedaustadion verwehrt wurde.

Das »Fanprojekt Dresden« schreibt zu den Vorfällen indes: »Ein paar Leute machen Stress und dadurch sind 150 bis 200 Menschen zum Großteil unbeteiligt in eine polizeiliche Maßnahme geraten, wodurch sie das Spiel verpasst haben« und fügte dem an, dass alle festgehaltenen Dynamofans glücklicherweise wieder auf dem Nachhauseweg seien. Fürs Erste nicht erwähnt wurde das Verhalten der Ordnungskräfte innerhalb des Wedaustadions, die den bereits im Gästeblock gewesenen Gästefans den Ausgang versperrten. So wollten sich dutzende Dynamo-Anhänger mit den Ultras solidarisieren und das Stadion verlassen, was diesen allerdings verwehrt wurde. Um dennoch ein Zeichen zu setzen verließen einige Dresdner immerhin den Gästeblock, in dem auch keine Zaunfahnen aufgehangen wurden. Somit verpassten zahlreiche Gäste den 3:1 Auswärtserfolg ihrer SGD, was die Polizei mit dem Versuch eines Stadionsturms zu rechtfertigen versuchte, gleichwohl bei bis zu 200 durchgeführten Personalienfeststellungen jedoch nur zwei Anzeigen wegen schwerem Landfriedensbruch bzw. schwerer Körperverletzung gegenüber einem Ordner aufnehmen konnten.

Foto: K. Littmann | Kurvennews am 23.12.2018


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