12 FSV Zwickau Fans nach Polizeieinsatz festgenommen

Am Sonntag gastierte der FSV Zwickau im Sportpark Unterhaching bei der dort ansässigen SpVgg und versuchte beim Münchner Vorortklub den zehnten Sieg in dieser Saison einzufahren. Um die eigene Mannschaft bei diesem Vorhaben zu unterstützten, fuhren knapp 700 Westsachsen nach Unterhaching und lieferten dort einen guten Auftritt ab.

Gestört wurde dieser allerdings von einem Einsatz der Bereitschaftspolizei, die Mitte der ersten Halbzeit den Gästeblock betrat. Begründet wurde das äußerst gewöhnungsbedürftige Verhalten von den Beamten dabei durch Drohungen, die gegenüber Ordnern im Gästebereich ausgesprochen worden sein sollen. Diese hatten das Fluchttor ungewöhnlicherweise von der Innenseite und nicht vom Rasen aus besetzt, was angesichts fehlender Rücksichtsnahme von Fans oftmals als Provokation empfunden wird. Die Zwickauer Anhänger reagierten mit vereinzelten Becherwürfen auf den nicht gerade deeskalierenden Einsatz der Polizei, woraufhin 12 Fans festgenommen wurden.

Bereits von Spielbeginn an soll der Gästebereich von der Gegengerade aus penetrant gefilmt worden sein, was zwar längst keine Seltenheit mehr, nach wie vor aber eine zusätzliche Provokation darstellt. Gerade die bayrischen Beamten gelten in Bezug auf Fußballfans als nicht gerade zimperlich und fallen immer wieder durch unverhältnismäßige Einsätze im oder rund um das Stadion auf. Bereits im vergangenen Jahr waren Fans und Ultras das Chemnitzer FC mit dem Bayrischen Unterstützungskommando aneinandergeraten, was mehrere Verletzte und ein Dutzend Festnahmen zur Folge hatte. Das Drittliga-Spiel zwischen der SpVgg Unterhaching und dem FSV Zwickau endete übrigens vor 3.250 Zuschauern mit 2:1 für die Gastgeber.

Foto: siehe Instagram | Kurvennews am 17.04.2018

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